Dorfgemeinschaft Geyen

 

 

Zwei Jahrtausende lebendig – Geyen im Westen von Köln

Dass Köln eine römische Stadtgründung ist, wissen die meisten. Weniger bekannt sind die in der gleichen Zeit entstandenen ländlichen Siedlungsgemeinschaften. So weist eine im Westen von Köln 1978 entdeckte „Villa Rustica“ darauf hin, dass zur Zeit der Römer auch bereits Geyen Geschichte schrieb. Die erstmals 962 urkundlich festgehaltene Bezeichnung „Villa Gegina“ bestätigt dies zusätzlich.

An einer schon in historischer Zeit verkehrstechnisch und wirtschaftlich wichtigen Straßenkreuzung gelegen, blieb der Ort über Jahrhunderte zum Wohnen und Arbeiten attraktiv. Im Mittelalter gehörte das Patronat der Kirche von Geyen zum Domkapitel Köln. 1229 erwarb die Kurie größere Grundstücke in Geyen, das politisch zu Bergheim und damit zum Herzogtum Jülich gehörte, während alles Land außerhalb im Besitz des Kurfürstentums Köln war.

Dass für Geyen Geschichte nicht nur anderswo stattfand, zeigte sich erneut, als 1794 französisches Militär das Dorf besetzte, das dann als Bestandteil des Kantons Weiden vorübergehend vom Département de Roer verwaltet wurde. Preußisch wurde Geyen 1815 und 1816 in den Kreis Köln eingegliedert. Bis 1956 wurde Geyen von Pulheim verwaltet, danach 1964 der Gemeinde Brauweiler zugeschlagen und kehrte 1975 in dieser Eigenschaft zur Stadt Pulheim zurück. Mit über 2.000 Einwohnern bildet Geyen auch heute noch eine aktive und lebensfrohe Dorfgemeinschaft.